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„Das was die Euregios hier tun, ist vorzeigbar in ganz Europa“

Fünf Euregios tauschten über die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung aus

Maastricht, 07/03/2006

Schon seit über zehn Jahren besteht eine Arbeitsgruppe mit Experten aus allen Euregios im deutsch-niederländischen Grenzgebiet unter Beteiligung der für Gesundheit zuständigen Ministerien in Den Haag und Düsseldorf. Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit Fragen zum grenzüberschreitenden Gesundheitswesen. Ihr erster Vorsitzender war Prof. Dr. Jacques Scheres, damals Direktor des Volksgesundheitsrates in Limburg (NL) und seit 2000 euregionaler Koordinator am Universitätsklinikum Maastricht. Auch heute noch ist er aktives Mitglied der Arbeitsgruppe, die sich etwa zwei Mal pro Jahr trifft.

Europa für das Gesundheitswesen immer wichtiger

Das letzte Treffen fand am Dienstag, dem 7. März 2006 in Maastricht statt. Rund zehn Vertreter aus fünf Euregios sowie aus Pflege- und Gesundheitseinrichtungen tauschten an diesem Tag ihre Erfahrungen zu aktuellen euregionalen Projekten aus. Ebenfalls anwesend bei diesem Treffen war Jos Draijer vom Ministerium Gesundheit und Sport der Ständigen Vertretung der Niederlande bei der Europäischen Union. „Europa wird für das Gesundheitswesen immer wichtiger, da dieses mehr und mehr grenzüberschreitend tätig wird. Die Euregios spielen hierbei eine wichtige Rolle, da sie die Versuchslabors sind“, so der Experte aus Brüssel. Prof. Dr. Jacques Scheres ging seinerseits auf die Kooperation der fünf Partnerregionen der Euregio Maas-Rhein im Bereich Gesundheitswesen ein.

Kooperation der Krankenkassen

Als Pionier in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung kann die Euregio Maas-Rhein auf mehrere erfolgreiche Kooperationsmodelle der Krankenkassen bzw. –versicherer und Krankenhäuser verweisen. So hat die Zusammenarbeit von mehr als zehn deutschen, niederländischen und belgischen Krankenkassen inzwischen dazu geführt, dass ihre Versicherten sich ohne bürokratischen Aufwand direkt beim Facharzt im Nachbarland untersuchen und behandeln lassen können. Einige Kassen haben sogar eine Internationale Gesundheitskarte herausgegeben, um die Arztbesuche im Nachbarland und deren Abrechnung noch weiter zu vereinfachen.

Kooperation der Krankenhäuser

Auch die Krankenhäuser in der Euregio Maas-Rhein kooperieren auf verschiedene Art und Weise. So haben rund 30 Kliniken im Dezember 2005 eine Qualitätscharta unterzeichnet, mit der sie sich verpflichten, ihren Patienten einen Pflegedienst von hoher Qualität zu bieten. Regelmäßige Treffen der Qualitätsfunktionäre und gemeinsame Studien sollen den Standard des Gesundheitswesens in der Euregio Maas-Rhein auf lange Sicht garantieren und optimieren. Auch die Rettungsdienste in der Euregio Maas Rhein arbeiten seit mehreren Jahren bei Notfällen zusammen.

Die Kooperation der Krankenkassen und Krankenhäuser wird via das INTERREG IIIA-Projekt „Zorg over de grens“ von europäischer Seite finanziell unterstützt. Dr. Karl-Heinz Feldhoff, Leiter des Gesundheitsamtes des Kreis Heinsberg (D) und Mitglied der euregionalen Kommission Gesundheit, stellte zum Abschluss des Treffens fest: „Das, was die Euregios hier tun, ist vorzeigbar in ganz Europa.“

Sie möchten sich über das Angebot und die Regelungen in Ihrem Nachbarland informieren?
www.esg.org


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